Bei Bitmade arbeiten wir agil (eine der besten Entscheidungen) - aber wir mussten lernen, dass Lehrbuch und Realität nicht automatisch und von Anfang an matchen. Der Aufbau und die Führung agiler Teams erfordert neben dem reinen Verständnis der agilen Prinzipien und Praktiken auch die Fähigkeit, eine unterstützende und offene Teamkultur zu schaffen. Selbstorganisation, kontinuierliche Verbesserung und enge Zusammenarbeit entstehen aber nicht von alleine, sondern erfordern permanente Arbeit und das Commitment von allen. Wenn das dann funktioniert zeigen agile Teams allerdings eine Leistungsfähigkeit, mit der man tolle Projekte umsetzen kann.
Die Grundlage von allem: ein erfolgreiches agiles Team besteht aus multidisziplinären Mitgliedern, die gemeinsam die notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen mitbringen, um Projekte effektiv durchzuführen. Im Scrum-Framework umfasst solch ein Team 3 Rollen:
Ein kleines, funktionsübergreifendes Team von Fachleuten, die gemeinsam an der Erstellung des Produkts arbeiten. Es beinhaltet Entwickler, Tester, Designer und andere benötigte Fachkräfte.
Der Product Owner ist verantwortlich für die Maximierung des Produktwerts, die Verwaltung des Produkt-Backlogs und die Priorisierung der Aufgaben basierend auf Kundenfeedback und Geschäftszielen.
Der Scrum Master unterstützt das Team, die Scrum-Prinzipien und -Praktiken zu verstehen und umzusetzen, Hindernisse zu beseitigen und einen reibungslosen Arbeitsfluss zu gewährleisten.
Die Herausforderung: die Führung agiler Teams erfordert einen anderen Ansatz als bei traditionellen hierarchischen Strukturen. Agile Führungskräfte müssen die Prinzipien der “dienenden Führung” (im Original klingt das besser: Servant Leadership) übernehmen und als Unterstützer und Facilitators fungieren.
Zu den Kernaufgaben agiler Führungskräfte gehören:
Agile Führungskräfte ermöglichen es den Teams, Entscheidungen autonom zu treffen und Verantwortung für ihre Arbeit zu übernehmen.
Sie schaffen eine Kultur des Vertrauens und der Transparenz, in der Teammitglieder offen kommunizieren und ihre Meinung äußern können.
Führungskräfte arbeiten proaktiv daran, Hindernisse zu identifizieren und zu beseitigen, die den Fortschritt des Teams behindern könnten.
Sie unterstützen das Team dabei, regelmäßig zu reflektieren und nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsprozesse und Ergebnisse zu suchen.
Ja, das liest man hier nicht zum ersten Mal, aber es stimmt nun mal: folgende Best Practices sollten beachtet werden.
Ein gemeinsames Verständnis der Projektziele und eine klare Vision sind entscheidend, um das Team auf gemeinsame Ergebnisse auszurichten.
Teams sollten klein genug sein, um agil zu bleiben, aber ausreichend divers, um alle erforderlichen Fähigkeiten abzudecken.
Tägliche Standup-Meetings (die s.g. Dailys), Retrospektiven und regelmäßige Reviews helfen, den Fortschritt zu verfolgen und kontinuierlich zu verbessern.
Durch den Einsatz von visuellen Management-Tools wie Kanban-Boards kann der Arbeitsfortschritt für alle Teammitglieder sichtbar gemacht werden. Bei Bitmade nutzen wir dafür Jira.
Teambuilding-Aktivitäten und regelmäßige Workshops können dazu beitragen, die Teamdynamik zu stärken und die Zusammenarbeit zu fördern.
Beim Aufbau und der Führung agiler Teams gibt es verschiedene Herausforderungen, die es zu meistern gilt: Widerstand gegen Veränderungen, Kommunikationsprobleme oder fehlende Erfahrung mit agilen Methoden. Wir begegnen diese wie folgt:
Regelmäßige Schulungen und Coachings helfen den Teammitgliedern, agile Methoden besser zu verstehen und anzuwenden.
Durch die Einführung agiler Praktiken in kleineren, weniger kritischen Projekten können Teams erste Erfahrungen sammeln und lernen.
Ein Umfeld schaffen, in dem offene und ehrliche Kommunikation gefördert wird, um Missverständnisse und Konflikte zu vermeiden.
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